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Der Ottjen-Alldag-Brunnen

Ottjen Alldag ist eine Romanfigur des Bremer plattdeutschen Dichters Georg Droste (1866-1935). „Ottjen Alldag“ ist gleichzeitig Titel des Romans, der aus drei Teilen besteht und von 1913 bis 1917 erstmals erschien. Es ist die Geschichte einer Bremer Kindheit, die stark autobiografische Züge trägt.

Figur

Ottjen Alldag ist für alteingesessene Bremer das, was Klein Erna für Hamburg oder Tünnes und Schääl für Köln sind. Ottjen Alldag ist ein Bremer Junge, pfiffig („plietsch“) und gewitzt. Er wächst in einer Familie auf, die am rechten Bremer Weserufer, direkt hinterm Osterdeich, zu Hause ist. Georg Droste erzählt Ottjens Entwicklung von der Geburt bis ins Erwachsenenalter.

Präsens im Bremer Stadtbild

  • Der Ottjen-Alldag-Brunnen (53° 4′ 21,45″ N, 8° 48′ 36,6″ O) im Schnoor in der Bremer Altstadt soll an den niederdeutschen Dichter Georg Droste erinnern. Der Brunnen nimmt Bezug auf „Ottjen Alldag“, den berühmtesten und bekanntesten Roman Drostes. Darin erzählt er in Bremer Platt die Geschichte einer Bremer Kindheit.
  • Der Ottjen-Alldag-Brunnen wurde bereits 1733 errichtet. Wer den aus Stein (Becken) und Bronze (Rohr) bestehenden Brunnen entworfen und ausgeführt hat, ist unbekannt. Ursprünglich stand er auf einem Bauernhof in Lankenau (dort befindet sich heute der Neustädter Hafen). Das Brunnenbecken wurde 1963 in den Schnoor, Ecke Spiekerbartstraße, zur Erinnerung an Georg Droste versetzt und dort mit der Ottjen-Alldag-Plastik zusammengefügt.
  • Die Ottjen-Alldag-Plastik an derselben Stelle wurde 1964 aus demselben Anlass errichtet. Entwurf und Ausführung der aus Kupfer gestalteten Plastik stammen von dem Bildhauer Claus Homfeld.
  • Die Ottjen-Alldag-Straße im Bremer Stadtteil Obervieland zweigt von der Habenhauser Landstraße an deren westlichem Ende ab.
  • Präsens in den Medien

    Nach der Roman-Trilogie „Ottjen Alldag“ von Georg Droste hat der in Hoch- und Plattdeutsch schreibende Dichter Heinrich Schmidt-Barrien in den 1950er-Jahren für Radio Bremen eine 16-teilige Hörspielreihe gestaltet, die der Sender von 1954 bis 56 ausstrahlte. Die Leitung der Hörspielserie Ottjen Alldag hatte der Regisseur Bernd Wiegmann. 1954 verkündete Radio Bremen in einer Pressemitteilung: Insgesamt 178 sprechende Rollen wurden vergeben, nicht dazugezählt die unzähligen Stimmen, denen keine eigene Rolle zugeteilt wurde, die aber trotzdem zum Gelingen der Hörspielserie beigetragen haben. Die Musik wurde von Volker Gwinner komponiert, und durch die Geschichte führt uns als Sprecher Ferdinand Zeissner.

    Respektvoll gerafft und gestrafft wird die Hörspielserie in einer Bearbeitung von Ilka Bartels seit dem Jahr 2008 dem Radio-Publikum nach und nach wieder zu Gehör gebracht.

    Quelle:Wikipedia